Glasfassaden

Die Forderung nach hoher Transparenz, natürlicher Belichtung und repräsentativem Design führte im 20. Jahrhundert zur Verbreitung von Glasfassaden.

Technologische Innovationen führten beim Bau von Galsfassaden zu grösseren Glasflächen, immer filigraneren Halterungen und einer in den Hintergrund getretenen Unterkonstruktion.

Aufgrund ihrer anspruchsvollen und oft scheinbar widersprüchlichen Natur erfordern Glasfassaden grosse Sorgfalt bei Planung und Bau. Zu berücksichtigen sind dabei die klimatischen Bedingungen, der Energieertrag und -verlust, die Beleuchtung und Belüftung, der Schallschutz, aber auch wirtschaftliche Aspekte und das Komfortgefühl der Nutzer.

Im Hinblick auf die jeweiligen Anforderungen und Eigenschaften können Glasfassaden nach folgenden Kriterien beurteilt werden

  • Art der Verglasung
  • Tragverhalten
  • Konstruktion (ein- oder mehrschaligkeit)
  • Befestigungstechnik
  • Energie und Bauphysik

Befestigung von Glasfassaden

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Glas an der Fassade zu befestigen. So sollten beispielsweise Glasfassaden mit einfachen Scheiben mit Glashalteleisten an der Rahmenkonstruktion befestigt werden. Die gängigste Art der Glasbefestigung ist die Linienbefestigung (Linienlagerung), bei der das Glas an den Rändern geradlinig gegen die Unterkonstruktion gedrückt wird.

Punkthalterung

Bei punktgehaltenen Glasfassaden wird das Prinzip der „gerahmten“ Glasflächen durch punktförmig angeordnete, auf Reibe- oder Lochleibungsverbindungen basierende Einzelhalter ersetzt.

Glasfassaden mit Punkthalter übertragen die erzeugten Lasten auf eine andere Tragkonstruktion, die sich direkt hinter der Verglasungsfläche befinden oder von ihr entkoppelt sein kann. Die Scheiben werden unter Berücksichtigung der zulässigen Verformungen der Scheibe dimensioniert. Dies hat zur Folge, dass die Spannungen zwanglos über die Halterung auf die Tragkonstruktion einwirken.

Die höheren Biege- und Scherbelastungen des Glases erfordern eine entsprechend dicke Glasscheibe, die individuell an den verwendeten Träger angepasst werden muss.

Direkter Kontakt zwischen Glas und Punkthaltern und reduzierte Spannungsspitzen werden durch Polymerhülsen, die in einen Teil der Glasbohrung eingegossen sind, verhindert.

Zur Abdichtung der Verglasung werden UV-beständige Dichtungsmaterialien verwendet.

Bei Doppelverglasungen dienen Glasfälze der Belüftung, der Druckentlastung und dem Kondensatabfluss.

 

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           RMR Frank Rüfenacht

Frank Rüfenacht
Eidg. dipl. Metallbaumeister

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Glasfassade, Wädenswil, Reichmuth & Rüegg AG, Referenzbau

 Structural Glazing (SG) Fassaden

Structural-Glazing (SG) oder Structural-Sealant-Glazing-Fassaden (SSG) sind Glasfassaden ohne sichtbare Befestigung. Diese Fassaden kommen dem Wunsch nach vollkommen ebenen Glasflächen nach.

Bei Structural Glazing (SG) und Structural Sealant Glazing (SSG) handelt es sich um eine Variante der Vorhangfassaden, bei denen die einzelnen Glaselemente nur durch Silikonfugen voneinander getrennt sind.

Verwendet wird ein stark haftender Silikonklebstoff (Structural Sealant). Mit ihm werden die einzelnen Glaselemente auf einem Hilfsrahmen verklebt und dieser mit der Unterkonstruktion mechanisch verbunden. Sichtbar bleiben nur die etwa 20 mm breiten, dunklen Fugen zwischen den Einsatzelementen.

Um die Verbindung mit dem Rahmen noch weniger sichtbar erscheinen zu lassen, muss die Aussenscheibe, auf der Position 1 oder 2, einen Mindestreflexionswert aufweisen. Die bauphysikalisch dichten Anschlüsse zum Rohbau werden umlaufend wasser- und luftdicht, in der Regel durch mechanisch fixierte und geklebte Folien oder Zargen hergestellt und wärmegedämmt ausgebildet.

Seilnetzfassaden

Als Alternative zur Punktlagerung wurde die Seilnetzfassade entwickelt, bei welcher vorgespannte Seile im Raster der Glasscheiben angeordnet sind.

Die Seilklemmen dienen gleichzeitig zur Punktlagerung der Gläser an deren Ecken. Diese Erfindung stellte einen Meilenstein in der Entwicklung hoch transparenter Fassaden dar und prägt seitdem die Glasarchitektur weltweit.

Das Konstruktionsprinzip der Seilnetzfassaden ist mit dem eines Tennisschlägers vergleichbar – und gleich ihm benötigt es tragfähige Ränder, um die Vorspannkräfte aufzunehmen.

Die tragende Konstruktion besteht aus einem gespannten Seilnetz, an dessen Knoten die Glasscheiben punktförmig befestigt sind, ohne das Glas zu durchbohren. Die Ecklagerung der Scheibe ohne Durchbohrung vermeidet die hohe Spannungskonzentration und erlaubt eine wirtschaftlichere Dimensionierung der Scheiben.

Die Seile werden so hoch vorgespannt, dass sie sich unter der Beanspruchung bei Windbelastung nur kontrolliert verformen. Die Vertikalseile werden in der Regel unten im Fundament und oben an einem Fachwerkträger verankert. Da sie hinter den Glasfugen verlaufen, werden sie fast nicht wahrgenommen. Das Ergebnis ist eine maximal transparente Fassade.

Beispiele für Seilnetzfassaden sind 

 

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